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Sonntag, 24. Februar 2019, 21:51

Probleme mit Ping (gelöst)

Tag zusammen!

Ich habe meine Probleme mit dem Rocket-League-Ping glaube ich vorläufig im Griff. Testen steht noch aus. Fies war, dass der hohe Ping (120ms) nur bei ca. 20% der Spiele auftrat, sonst lag er mit 16-32ms im Normbereich. Ich habe die IP eines der Gameserver (herauszufinden mit Wireshark), auf dem ich den Mörder-Ping hatte, mal in der Konsole mit

tracert [xxx.xxx.xxx.xxx]



angefunkt. Dabei kam heraus, dass die Lags UNTERWEGS bei Hop 4 und 8 (jeweils 50ms) draufkommen). Mein Verdacht, dass die Pakete da irgendwie hängebleiben, scheint sich bestätigt zu haben. Sie werden, da zu groß wohl fragmentiert.

Mit

ping xxx.xxx.xxx.xxx -f -l [Paketgröße]


kam heraus, dass die maximale Paketgröße bei 1464 liegt. Da kommen noch 28 bytes für das TCP-Protokoll drauf, dann hat man die maximale Größe für UNFRAGMENTIERTE Pakete auf der Strecke (MTU). Diese steht standardmäßig für alle Adapter bei 1500. Bei mir ist diese aber1492 (1464 aus dem Ping-Test + 28 ). Falls bei Euch also Pakete mit 1472 durchgehen (1500-28 ), ist alles gut.

Die Adapter Einstellungen listet man mit

netsh interface ipv4 show subinterfaces

Der korrekte Befehl zum Setzen der MTU heisst

netsh interface ipv4 set subinterface "Adaptername" mtu=1492 store=persistent

Das genaue Vorgehen ist hier erläutert .

Dass die Pakete bei mir zu groß sind, kann durchaus netzwerk- oder windowstechnische Ursachen haben, falls also noch jemand Ideen hat, wäre dieser Thread der richtig Ort dafür. Bis jetzt scheint die MTU jedoch mein Weg zum niedrigen Ping.

Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von »Noetigenfalls« (25. Februar 2019, 00:10)


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Donnerstag, 14. März 2019, 09:24

Sehr befriedigend, wenn man etwas so tiefgehend analysiert und am Ende auch noch das gewünschte Ergebnis bekommt. Chapeau Herr Noet!

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Donnerstag, 21. März 2019, 14:54

ja, das ist echt toll